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Texturing
Photoshop Tutorial - Texturing Basics - Part 1 (german, deutsch)

Vorwort

Dieses Tutorial hat kein bestimmtes Endprodukt zum Ziel sondern beschreibt allgemeine Arbeitsschritte beim Entwurf von Texturen.

Im folgenden Tutorial will ich euch die grundlegendsten Arbeitschritte zum Entwurf einer eigenen Textur vorstellen und schon einmal grob darauf eingehen. Zunächst jedoch einige Dinge vorweg:

- Ich habs nicht so mit Grammatik, erwartet also nicht unbedingt immer einwandfreie Zeichensetzung, etc.

- Ich habe dieses Thema nicht studiert. Alles was ihr hier lest beruht auf meinen eigenen Erfahrungen und ist dementsprechend auch nur EIN möglicher Weg für ein ansprechendes Endergebnis. Die Punkte sind untereinander ebensogut auswechselbar wie kombinierbar. Für ein besseres Verständnis habe ich sie jedoch auseinander genommen.

In Zukunft werde ich auf die einzelnen Abschnitte näher eingehen und die hier vorgestellten Arbeitsschritte an Beispielen durchgehen.

Hilfsmittel, Vorkenntnisse

  • aktuelle Version von Adobe Photoshop (mindestens CS wäre empfehlenswert)
  • Quelle für lizenzfreie Fotos/Vorlagen (z.B. CG-Textures)
  • fortgeschrittene Kenntnisse im Umgang mit Photoshop (Fülloptionen, Masken, Effekte, Formen, Verläufe, etc.)

Arbeitsschritte

Step 1

Schritt 1 - Grundsätzliches

Um in Photoshop an Texturen zu arbeiten empfielt es sich ein paar kleinere Änderungen im Programm vorzunehmen.

Raster einrichten:

Z.B. bietet es sich sehr an ein Raster einzurichten bzw. das gegenwärtige für eine bessere Übersicht anzupassen: In den VOREINSTELLUNGEN unter dem Reiter [Hilfslinien, Raster, etc.] ändert man die Werte für das Raster wie folgt:

Raster Diese Werte bewirken ein übersichtlicheres Gitter mit dem sich gut arbeiten lässt.

Step 2

Schritt 2 - Grundierung

Die Grundierung der Hintergrundebene sorgt für eine neutrale Arbeitsfläche und sollte auch schon in der benötigten Helligheit oder Farbe erzeugt werden.

Step 3

Schritt 3 - Schattierung

"Schattierung" bezeichnet in diesem Fall die "Tiefe" der Textur. Dinge die wir sehen werden (stark vereinfach) nur durch den von ihnen geworfenen Schatten und ihrer Farbe bestimmt. Auch die meisten Strukturen sind nichts weiter als Vertiefungen, die Schatten werfen.

Schattierungen lassen sich z.B. durch die folgenden Mittel erstellen:

  • Ebeneneffekte "Schatten, Schein, Verlauf, Farbfüllung"
  • Pinsel, Füll- und Verlaufwerkzeuk (+Auswahlwerkzeug)
  • Formen
  • Ebenenmasken
Step 4

Schritt 4 - Färbung

Färbungen können leicht über zusätzliche Ebenen bewirkt werden (was späteres ändern oder testweises abschalten sehr vereinfacht). Unter Zuhilfenahme von Masken, realem Fotomaterial und Füllmethoden wie "Ineinanderkopieren, Weiches Licht, Farbe, etc." lassen sich sehr viel authentischere Ergebnisse erzielen.

Oft reichen jedoch bereits einfache, schwach gesättigte Färbungen aus. Struktur und Alterung runden dies am Ende noch einmal ab.

Step 5

Schritt 5 - Betonung

Hat man den Grundaufbau der Textur soweit abgeschlossen, sodass man größere Änderung ausschliessen kann, kann man für zusätzlichen Realismus bzw. erweiterter Formgebung Kanten und Details betonen. Dies funktioniert auch wieder auf mehrere Arten, jedoch immer über einen feinen Strich/Verlauf aus Weiss und/oder Schwarz.

Da scharfe Kanten (wie bei der Scharfzeichnung) in extrem übersättigten Farben am passensten wirken, benutzt man als Füllmethode "Strahlendes Licht" in angemessender Stärke.

Step 6

Schritt 6 - Details

Durch Details kann man leere Flächen sinnvoll füllen und die Texur insgesamt abrunden und "fülliger" erscheinen lassen. Details lassen sich in Textur-Sets gut als Mittel gegen sich zu oft wiederholende Muster benutzen. Z.B. verteilt man auf die drei identischen Wände eines Hauswand-Sets an unterschiedlichen Stellen Details (Löcher, brökeligen Putz oder Lüftungsöffnungen) um Abwechslung zu schaffen.

Step 7

Schritt 7 - Struktur / Material

Die Struktur verleiht der Textur, wie auch entfernter die Färbung, ein Material. Ein extremes Beispiel sind Holz-Maserungen oder andere organische Muster. Strukturen für glatte Metalle und Kunststoffe sind sehr auswechselbar und bestehen meistens nur aus einem leichten Rauschen versetzt mit einigen nicht allzu charakteristischen Unebenheiten und leichten Kratzern.

Wie auch beim Aging bezieht man Strukturen am besten aus realen Fotografien, vorzugsweise großer, eintöniger Flächen, welche sich gut kacheln lassen. Strukturen selber zu bauen ist ebenso möglich, jedoch nicht empfehlenswert, da authentische Ergebnisse aufwendig sind und sehr gute Kenntnisse um Umgang mit Filtern voraussetzen.

Step 8

Schritt 8 - Alterung

Das Aging finalisiert die Textur und ist ein sehr charakteristisches Element, welches man ohne viel Aufwand verwenden kann. Denn wie auch die Struktur kann das Aging aus einem Foto bezogen werden und nach kurzer Bearbeitung bereits Wunder bewirken.

Nicht immer ist es nötig oder gewollt die Textur derart extrem altern zu lassen, darum ist auch hier der Gebrauch von Masken und Füllmethoden sinnvoll um einen zu starken Einfluss zu vermeiden. Grundsätzlich benutzt man als Füllmethode eine der "Licht"-Methoden (z.B. "Lineares Licht") um einen gleichmässigen Struktur-Effekt zu erzielen. Dies setzt eine bearbeitete Fototextur voraus.

Vorbereiten eines Fotos zum Einsatz als Aging-Struktur:

  • Höhen und Tiefen des Fotos per Filter > Sonstige Filter > Hochpass !angemessen! neutralisieren (muss von Foto zu Foto anders geregelt werden, meistens 30 bis 60%)
  • Sättigung per Bild > Anpassungen > Schwarz/Weiss (oder "Sättigung verringern") entfernen
  • eventuell verkleinern und scharfzeichnen
  • als Füllmethode z.B. "Lineares Licht" mit einer Stärke von ca. 15-50% verwenden (je nach Struktur unterschiedlich)

Ich hoffe ich konnte einigen von Euch eine Übersicht über die Entstehung von Texturen geben. Wer die einzelnen Abschnitte zum besseren Verständnis Schritt für Schritt durcharbeiten möchte, kann gerne in ein paar Wochen wieder vorbeischauen.

MFG Sascha

08. Juli 09

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